HOLL Raps

Übernimmt meine Sammelstelle auch HOLL-Raps?

Unter folgendem Link finden Sie die Adressen und Kontaktinformationen aller VGS-Sammelstellen, die ab Ernte 2019 HOLL-Raps übernehmen. Die Sammelstellenleiter erteilen Ihnen gerne Auskunft.

Wie melde ich mich für den HOLL-Raps-Anbau an?

Die Raps-Zuteilung erfolgt durch den Schweizerischen Getreideproduzentenverband SGPV über die Plattform Agrosolution. Bisherige Raps-Produzenten haben von Agrosolution per Mail bereits eine Aufforderung zur Online-Anmeldung erhalten. Neuproduzenten können sich bei Agrosolution registrieren.

Geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie klassischen Raps, HOLL-Raps, oder bei Bedarf (der Sammelstelle) HOLL-Raps produzieren möchten. Sie können die Anmeldung für HOLL-Raps nur abschliessen, wenn Sie den allgemeinen Bedingungen für die Lieferung von HOLL-Raps Ernte 2019 zustimmen.

Bis wann kann ich mich für den HOLL-Raps-Anbau anmelden?

Sie können sich ab sofort bei Agrosolution für die HOLL-Raps-Produktion anmelden. Anmeldeschluss ist der 17. Juni 2018!

Wann erhalte ich die definitive Zuteilung und den Produktepass?

Die Raps-Zuteilung erfolgt durch den Schweizerischen Getreideproduzentenverband SGPV. Für die Ernte 2019 können gemäss Rahmenvereinbarung zwischen dem SGPV und den Ölwerken insgesamt 91‘000 t Speiseraps angebaut werden. Die Aufteilung zwischen HOLL-Raps und klassischem Raps liegt in den Händen der Marktpartner.

Die definitive Zuteilungsmenge und ob Sie HOLL-Raps oder klassischen Raps anbauen können, erfahren Sie Anfang Juli per E-Mail von Agrosolution.

Was muss ich beim Anbau von HOLL-Raps speziell beachten?

Das HOLL-Rapsöl ist dank der Zusammensetzung seiner Fettsäuren für die Verwendung in der heissen Küche, z.B. fürs Frittieren, geeignet. Um die spezifische Fettsäurenzusammensetzung der HOLL-Rapssaat zu erhalten, darf es zu keiner Fremdbestäubung oder Vermischung von HOLL-Sorten mit klassischen Raps-Sorten kommen.

  • Der Abstand zwischen den HOLL-Raps-Parzellen und den Raps-Parzellen klassischer Sorten muss 10 m betragen. Die Parzelle ist so zu bearbeiten, dass ein Durchwuchs von Rapssaat klassischer Sorten verhindert wird.
  • Vor der Aussaat ist die Sämaschine gründlich zu entleeren und zu reinigen, damit keine Vermischung mit anderem Rapssaatgut entsteht. Dem Saatgut dürfen keine Restmengen klassischer Rapssorten und keine Rübsensamen beigemischt werden.
  • Vor dem Dreschen ist der Mähdrescher gründlich zu entleeren. Das Erntegut darf auf keinen Fall im Wagen, während dem Transport und während der Annahme in der Sammelstelle mit Rapssaat klassischer Sorten vermischt werden.

Mit Ihrer Anmeldung bestätigen Sie die Einhaltung der allgemeinen Bedingungen für die Lieferung von HOLL-Raps Ernte 2019.

Wo kann ich das Saatgut beziehen?

Für den Anbau von HOLL-Raps ist in der Schweiz ausschliesslich die Sorte V316OL von Monsanto zugelassen. Als Partner für die Saatgutlogistik und professionelle Anbauberatung der Produzenten konnten die VGS-Sammelstellen die Firma Eric Schweizer AG, Thun, gewinnen. Die Firma Eric Schweizer AG vertreibt die Sorte V316OL in Lizenz von Monsanto. Detaillierte Informationen zur Saatgutlogistik erhalten Sie mit der definitiven Zuteilung.

Warum ist der Anbau von HOLL-Raps interessant?

In der Schweiz werden ca. 90‘000 t Speisraps pro Jahr angebaut, davon ein Drittel HOLL-Raps. Nachdem die Firma Zweifel ihre Kartoffelchips seit letztem Jahr mit HOLL-Rapsöl frittiert, sind Neuproduzenten von HOLL-Raps gesucht. Zurzeit besteht im Markt eine Unterversorgung von mehreren Tausend Tonnen, die durch Importe gedeckt werden muss.

Die Produzenten von HOLL-Raps erhalten auf der zugeteilten Menge eine Preisprämie gegenüber Rapssaat klassischer Sorten.

Wo erhalte ich weitere Informationen zum Thema?